Flensburger Hefte

Zucker

Lebensmittel und Droge

ISBN: 978-3-935679-97-8
Einband: kartoniert
Informationen: 192 Seiten
Inhaltsverzeichnis: Download als PDF
Preis: 17,00 €

Kurzbeschreibung

Mit Beiträgen von:
Tomas Götz, Prof. Dr. Volker Fintelmann, Dr. Hans-Ulrich Grimm, Matthias Klaußner, Prof. Dr. Thisbe K. Lindhorst, Dr. Wolfgang Schulze, Wolfgang Weirauch

Immer mehr Menschen erkennen die Gefahren ungesunder Nahrung, z.B. wie industriell hergestellter Zucker unsere Nahrung überschwemmt und zur größten Gesundheitsgefahr und Droge der Moderne wird. Nicht nur Fett, sondern vor allem Zucker macht uns fett und krank. Verflochtene Interessen von Industrie und Politik verhindern aber oft die notwendige Aufklärung.
Zucker ist aber nicht gleich Zucker. Wir erklären in diesem FLENSBURGER HEFT die Unterschiede der Zucker in der natürlichen und industriell hergestellten Nahrung, zwischen den Zuckern, die der Mensch lebensnotwendig braucht, und denjenigen, die ihn krank machen, wie z.B. der industriell hergestellte Fruchtzucker. 
Aber: Ohne Zucker kann man nicht leben! Nur durch Zucker wird der Mensch zum Ich-Menschen. Wir berichten deshalb auch ausführlich über die molekulare Struktur der Zucker, die biochemischen Verdauungsvorgänge und die Gefahren des Zuckers für den Organismus und beschreiben, wie man durch die Anthroposophie ein Verständnis für die geistig-physischen Zusammenhänge mit den Zuckern entwickeln kann. Auch werfen wir einen Blick in die Geschichte des industriellen Zuckers - mit den Millionen Toten auf den Zuckerrohrplantagen, früher wie heute - und betrachten die zerstörerischen Folgen des Zuckerrohranbaus für Natur und Umwelt. 

Rezension in Info 3, September 2015

von Maja Rehbein

Das süße Risiko
Die Zucker-Welt


Zucker gehört zur modernen westlichen Welt. Im vorliegenden Buch betrachten zwei Artikel und vier Interviews seine Wirkung in unserem Körper. Tomas Götz beleuchtet das „Phänomen Zucker“. Bis zur industriellen Revolution, dem tiefgreifendsten Einschnitt seit unserer Seßhaftwerdung, war Zucker etwas Besonderes – doch nun wurde er in großen Mengen aus Zuckerrüben gewonnen.
Von der „Blutspur des Zuckers“ berichtet Wolfgang Weirauch. Viele Menschenleben hat der Zucker auf dem Gewissen: Die einen schuften sich auf den Zuckerrohrplantagen zu Tode, die anderen schädigen sich durch zuviel Zuckerkonsum (Adipositas, Diabetes).
Weirauch interviewt den Publizisten Hans-Ulrich Grimm zur „Droge Zucker“. Droge? Man spürt es, sobald man auf Zucker verzichten will. Um dem „Lobby-Terror“ zu entgehen, fördert die Regierung sowohl die Zuckerindustrie, wobei der Schaden für Menschen in Kauf genommen wird, als auch die Pharmaindustrie (Geschäft mit Insulin). Wissenschaftliche Arbeiten zur Schädlichkeit des Zuckers werden von den Geldgebern oft unterdrückt.
Ein aufregender Beitrag ist Weirauchs Gespräch mit der Chemikerin Thisbe Lindhorst über die Glykokalyx, die jede Zelle umgibt und ein inneres Zuckergerüst des Menschen bedeutet. Auch der Internist Volker Fintelmann spricht in „Zucker Notwendigkeit und Übel des Ich“ von der Glykokalyx. Anhand der Beziehung von Leber und Ich zeigt er, daß Organe auf ihre Weise „denken“. Glucose als Grundlage für menschliche Tätigkeit verbindet Ich und Leib. Zuckerersatzstoffe täuschen das Ich. Weiter geht er vor allem auf den Diabetes ein. In „Der weiße Schuß“ interviewt Matthias Klaußner den Tierarzt Wolfgang Schulze über pädagogische Aspekte des Zuckers.
Dieses Buch dient der Bewußtwerdung des oft gedankenlosen Umgangs mit Zucker. Vor allem wird klar, wie industriell hergestellter Zucker das Ich überflutet und damit gegen das eigentliche Menschen-Ich wirkt. Das Buch ist für jeden geeignet, der an bewußter Ernährung interessiert ist.


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