Flensburger Hefte

Kulturvergiftung: Rauschgift, Sucht und Therapie

ISBN: 978-3-926841-21-6
Einband: kartoniert
Informationen: 228 Seiten
Inhaltsverzeichnis: Download als PDF
Preis: 12,00 €

Kurzbeschreibung

Mit Beiträgen von: Aalt van den Berg, Hans Bergmann, Kurt Burkhard, Reinhard Chedor, Ron Dunselman, Michael Engler, Peter Fischer, Bodo Franz, Jaap van der Haar, Bernd Hansen, Elliot Hiller, Rüdiger Lunkeit, Dr. med. Olaf Koob, Klaus-Dieter Neumann, Rudolf Steiner, Dr. Henning Voscherau, Ingo Warnke, Wolfgang Weirauch; 37 sw. Abb.

 

 

Unsere Zeit trägt die Signatur des Giftes. Immer deutlicher weden die Symptome, daß die Vergiftungserscheinungen keine partiellen Ursachen haben, sondern die gesamte Kultur der Gegenwart durchsetzen. Dem Erleben dieses Zeitenschicksals kann sich niemand mehr entziehen, jeder ist in diese Not einverwoben. Aber für seine Mitverantwortung erwacht der Mensch nur langsam.

Ein Bereich der Kulturvergiftung sind die Drogen. Die Drogensucht ist integraler Bestandteil vieler Menschen, die sich mit ihren seelischen Kräften ganz an einen Stoff binden. Auf welche Weise die Droge das Leben der Menschen zerstört, welche Auswirkungen es auf die Gesellschaft hat, wie die einzelnen Drogen wirken, über die Arbeit von Politik und Polizei in Hamburg und wie vor allem die einzelnen Therapiestätten arbeiten, schildert dieses Buch bis in die Einzelschicksale der Menschen hinein.

 

 

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Rezension in: DIE WURZEL, Schulnachrichten der Freien Waldorfschule Flensburg, 1993
Rezensent: Henning Kullak-Ublick

Dieses Buch scheint mir nach wie vor die beste Einführung in die Drogenproblematik überhaupt zu sein. Es ist ein Sammelband verschiedener Autoren, die in Artikeln und Interviews ganz verschiedene Aspekte des Problems herausarbeiten. Herausragend sind zwei längere Interviews: Das erste wurde mit Olaf Koob geführt und enthält in verkürzter Form viele wesentliche Aspekte seines Buches „Drogensprechstunde“. Das zweite Interview wurde mit den beiden holländischen Drogentherapeuten Jaap van der Haar und Ron Dunselmann geführt, die vor ihrer Zusammenarbeit selber gründliche Erfahrungen mit Drogen gemacht hatten. In diesem Gespräch werden zunächst auch sehr wichtige Aspekte zum Gebrauch dargestellt, dann folgt in dem zweiten Teil eine sehr lesenswerte Charakterisierung der einzelnen Drogen. Der Wert dieser Darstellung liegt darin, daß hier der goetheanistisch geschulte Blick auf die Drogen gerichtet wird und daß so etwas von ihrem Wesen sicht-bar wird. Man lernt die Drogen nicht nur als Summe chemischer Vorgänge kennen, sondern man lernt etwas über ihr Verhältnis zu dem geistig-seelischen Menschen, das in den leiblichen Vorgängen nur seinen Angriffspunkt findet. Weitere Interviews wurden unter anderem mit Drogenfahndern und mit dem Hamburger Oberbürgermeister Dr. Henning Voscherau geführt.

Dieses Flensburger Heft kann ich nur allen wärmstens empfehlen, die eine ganz aus dem Leben gegriffene, aber trotzdem gedanklich gründliche Darstellung suchen.

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