Flensburger Hefte

Scheidung - warum?

Partnerschaftsprobleme und ihre Bewältigung

ISBN: 978-3-926841-59-9
Einband: kartoniert
Informationen: 228 Seiten
Inhaltsverzeichnis: Download als PDF
Preis: 15,00 €

Kurzbeschreibung

Mit Beiträgen von: Yvonne Benkelmann, Marietta Biermann, Michael Cöllen, Wolfgang Gädeke, Klaus Hadamovsky, Thomas Höfer, Klaus-Dieter Neumann, Judith Pehrs, Horst Petri, Wolfgang Weirauch; 9 sw. und 11 farb. Abb.

 

 

'Die meisten Partnerprobleme haben weniger mit den Eigenarten der Menschen zu tun als vielmehr mit den inneren Gesetzesmäßigkeiten des Zusammenlebens und Zusammenwachsens.' (Michael Cöllen)

Die Scheidungsquote steigt beständig, immer mehr Partnerschaften gehen zu Bruch. Sind Trennung und Scheidung oder die Resignation in der Beziehung unvermeidbar? Das vorliegende Buch macht deutlich, daß die Entzweiung in der Partnerschaft unaufhaltsam ist, wenn die Partner sich nicht aktiv um den Erhalt der Beziehung bemühen. Es wird gezeigt, wie es zur Entfremdung der Partner kommt, welche verhängnisvollen Automatismen ablaufen und wie man ihnen entgegenwirken kann.

Die Gesetzmäßigkeiten in der Entwicklung von Partnerschaft und Ehe, die typischen Probleme und Konflikte sowie die Gründe, die zur Trennung führen, werden unter dem Blickwinkel der Scheidungsvermeidung dargestellt. Darüber hinaus werden aber auch Wege aufgezeigt, wie eine Scheidung und die Konsequenzen für die Kinder verträglich bewältigt werden können.

2. Auflage 1999

 

 

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Rezension in: Der ZeitPunkt, 15/1994

Anstatt auf die unüberblickbare Menge von Fachbüchern über Beziehungsprobleme einzugehen, möchte ich auf eine Erscheinung hinweisen, die in besonderem Maß aus der Flut herausragt. Es handelt sich um Band 44 der Flensburger Hefte mit dem Titel "Scheidung – warum?". Das Buch mit seinen 220 Seiten ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Zum einen ist die Gesprächsform, in der die Mehrzahl der Beiträge gehalten ist, sehr leicht lesbar. Zum anderen beeindrucken die Anthroposophen immer wieder durch eine echt ganzheitliche Wahrnehmung der Dinge, die spirituelle Aspekte ebenso umfaßt wie psychologische und soziale. Zum dritten wird am Thema Scheidung nicht nur deutlich, was die Geschlechter trennt, sondern ebenso, was sie verbindet.

 

Rezension in: Die Christengemeinschaft, 12/1994
Rezensent: Frank Hörtreiter

Ehe-Lehre per Scheidungskunde
Daß immer mehr Ehen geschieden werden, ist allgemein bekannt. Dies liegt u.a. daran, daß der gesellschaftliche und ökonomische Zwang zum Zusammenhalt geringer geworden ist. Auch hat sich die gemeinsame Lebenserwartung beider Brautleute, gerechnet vom Traudatum an, in den letzten hundert Jahren verfünffacht. Doch nicht nur deshalb ist die Aufgabe und Schwierigkeit, eine Ehe lebenslang zu erhalten, größer geworden. Die Ehe, wie sie früher aus Sitte, kirchlicher Lehre und sozial stabilisierenden Erwartungen geformt wurde, existiert nicht mehr; und deshalb können zwei Menschen nur noch versuchen, ihre persönlich gestaltete und gewollte Ehe zu finden und zu pflegen. Daß hierzu sorgfältige Vorbereitung (z.B. durch genügend ausführliche Traugespräche) hilfreich ist, erleben die Seelsorger und die Betroffenen oft.

Die Flensburger Hefte machen dies in ihrer neuesten Nummer gleichsam aus dem Gegenbild sichtbar. Gründlich und vielseitig werden die Ursachen und Krisensymptome einer zerfallenden Ehe und auch die Folgen für die Partner und deren Kinder beschrieben. Den Löwenanteil des Heftes macht ein Interview mit dem Kieler Pfarrer Wolfgang Gädeke aus. Hinzu kommen kürzere Gespräche mit je einer Psychologin und Heileurythmistin, einer Scheidungsanwältin sowie einem Paartherapeuten, einem Psychotherapeuten, einem anthroposophischen Schularzt und einem Mediator (neutraler Konflikt-Vermittler). Kurze Themenartikel runden den Band ab.

Das Heft kann natürlich jeden interessieren, in dessen Umkreis eine Ehe kriselt; fast wichtiger scheint mir, daß durch den Blick auf das Ehe-Unglück das angezeigte Buch verdeutlicht: Nur wer innerlich nicht stehenbleibt, kann eine echte Ehe führen.

 

Rezension in: Gegenwart, 6/1994
Rezensent: Kurt Brotbeck

In keinem Bereich unseres Lebens stoßen die Ansichten und Praktiken zwischen Tradition und Moderne so scharf, so konfliktträchtig aufeinander, wie in den Partnerbeziehungen. Schnell wird eine Beziehung eingegangen, schnell wird sie auch wieder gelöst. Über diesen ganzen Komplex gibt dieses Heft ein ganzes Füllhorn von Überlegungen, Erkenntnissen, Erfahrungen, die Jung und Alt gleichermaßen berühren.

 

Rezension in: Gegenwart, 5/1998

Das Heft "Scheidung – warum?" beginnt mit einem langen Interview mit W. Gädeke zu Verliebtheit, Dreierbeziehung, typischen Eheproblemen, Doppelgänger u.a. Weitere Beiträge entwickeln Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung einer Partnerschaft, Gesichtspunkte zum Leben nach der Trennung, zum Umgang mit Scheidungskindern und zu rechtlichen Aspekten der Scheidung. Im Interview mit Michael Cöllen, Paartherapeut und Verfasser verschiedener Bücher zum Thema (z.B. "Gestalttherapie für Paare", München 1984, "Heilende Partnerschaft", Reinbek 1993), betont dieser: "Es macht gar keinen Sinn, den Partner zu wechseln, es lohnt sich nicht. Je häufiger ich den Partner wechsle, desto öfter muß ich die partnerbedingten Probleme und Krisen bewältigen. Die meisten Partnerprobleme haben weniger mit den Eigenarten der Menschen zu tun, als vielmehr mit den inneren Gesetzmäßigkeiten des Zusammenlebens und Zusammenwachsens." (S.120)

 

Rezension in: Rundschau Ottersberg

Scheidung – oder: Vom bewußten Umgang mit dem Phänomen Ehe
Hinschauen und die Augen verschließen? Nein. Und so kann im besten Sinne der Prävention verstanden werden, was als "Kultbuch" (und vom Ottersberger "Atelierhaus" als Buchtip dringend empfohlen) derzeit von Nachttischchen zu Nachttischchen wandert – sei es, von links nach rechts, oder, bei Leserinnen und Lesern getrennt von Bett und Tisch, von Wohnung zu Wohnung: das Buch "Scheidung – warum?" aus der Reihe der FLENSBURGER HEFTE.

Nun brennt das Thema unter den Nägeln vieler, und nagt an der Existenz so mancher, vorwiegend auch der von Kindern. Ad 2 aber wartet der 44. Band aus der Flensburger Schriftenreihe mit inhaltsschweren Beiträgen namhafter Autoren auf – angefangen beim Interview mit Wolfgang Gädeke, dem Kieler Pfarrer der Christengemeinschaft und Eheberater, dem Hamburger Paartherapeut Michael Cöllen, der Heileurythmistin Marietta Biermann, dem anthroposophischen Schularzt Dr. Klaus Hadamovsky oder der Waldorfschullehrerin Yvonne Benkelmann.

Und ad 3 vielleicht macht gerade das den Band ja zum Bestseller, ist es die Tatsache, daß gerade dieses FLENSBURGER HEFT nicht als Handlungsanweisung und Nachschlagewerk Scheidungswilliger zu handhaben ist, sondern als Aufforderung, mit dem Stand der Ehe bewußter umzugehen, als vielleicht derzeit modern.

Denn entgegen jener ach so romantischen Vorstellung von immer währendem Eheglück sieht die Lebenswirklichkeit heute anders aus. Über 30 % aller Ehen werden wieder geschieden, 80 % der Frauen vermissen nach wenigen Jahren Ehe jegliches Interesse des Mannes an ihrer Gedanken- und Gefühlswelt. Und spätestens nach sechs Jahren Ehe sprechen die Partner durchschnittlich noch neun Minuten täglich miteinander – wer die Statistik aus eigener Anschauung heraus Lügen straft, hilft lediglich den Schnitt zu egalisieren.

So empfiehlt sich nach dem Studium von "Partnerschaft und Ehe" (das Sonderheft 1 erscheint in der mittlerweile 4. Auflage) auch für alle Ehetreuen der Band "Scheidung – warum?" zur gefälligen Lektüre. Auch aufgrund seiner Vielzahl pragmatischer Hinweise darauf, wie es soweit erst gar nicht kommen muß.

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