Flensburger Hefte

Depression

ISBN: 978-3-926841-67-4
Einband: kartoniert
Informationen: 200 Seiten
Inhaltsverzeichnis: Download als PDF
Preis: 14,00 €

Kurzbeschreibung

Mit Beiträgen von: Klaus Dörner, Martin Hautzinger, Thomas Höfer, Olaf Koob, Klaus-Dieter Neumann, Judith Pehrs, Markus Treichler, Wolfgang Weirauch; 25 sw. und 8 farb. Abb.

 

 

Dieses Buch gibt Verständnishilfen für die Zeitkrankheit Depression. Es wird dargestellt, wie sich Depressionen äußern und wie groß die Spannweite depressiver Erkrankungen sein kann - von einer leichten Verstimmung, die zwar das Lebensgefühl beeinträchtigt, aber die Betroffenen kaum an der Erfüllung ihrer täglichen Pflichten hindert, bis zu schweren, psychiatrisch relevanten Fällen, die aus eigenem Antrieb so gut wie keine Aktivität mehr entfalten können.

Wege werden aufgezeigt, wie die Entstehung einer Depression erklärt und wie betroffenen Menschen geholfen werden kann. Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater vermitteln jeweils ihre Sicht des Phänomens Depression. Dabei wird deutlich, daß Depressive häufig in einen Teufelskreis geraten sind, aus dem sie sich selbst kaum befreien können, wenn sie nicht jemanden finden, der sie in ihrem Kummer und Schmerz ernst nimmt.

 

 

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Pia bei Amazon:
Das Buch und das Thema sind wichtige Dinge für meine Arbeit in der Kinder - und Jugendpsychiatrie und deshalb muss ich über Depressionen viel wissen, da man dabei wirklich individuell mit dem Klientel umgehen muss. Als Problem sah ich es an, dass manche Dinge meiner Meinung nach nur für Fach-Ärzte zu verstehen war, das Internet konnte mir aber dabei prima weiterhelfen.

Kira bei Amazon:
Das Buch "Depression" gibt einen soliden, fachlichen Einblick in das Themenfeld der Depression. Es beschreibt Entstehung, Symptome, gibt Erklärungsmodelle und beschreibt verschiedene Behandlungsmethoden. Für nicht-Mediziner, Betroffene oder Angehörige empfehle ich den "Ratgeber Depression", ebenfalls von Hautzinger geschrieben.

Rezension in: Gegenwart, 3/2001
Rezensent: Gerold Aregger


Teufelskreis Depression
"Mit dem vorliegenden Flensburger Heft möchten wir Verständnishilfen für die Zeitkrankheit Depression geben, indem wir darstellen, [...] wie groß die Spannweite depressiver Verstimmungen sein kann, die zwar das Lebensgefühl beeinträchtigt, aber die Betroffenen kaum an der Erfüllung ihrer täglichen Pflichten hindert bis zu schweren, psychiatrisch relevanten Fällen, die aus eigenem Antrieb so gut wie keine Aktivität mehr entfalten können. Wir wollen Wege aufzeigen, wie man sich die Entstehung einer Depression erklären und wie betroffenen Menschen geholfen werden kann." (S.6) Interviewt werden Martin Hautzinger, Markus Treichler, Klaus Dörner, Olaf Koob und Patientinnen.

"Das Gefühl der Schwere ist das allgemeinste und durchgängigste Gefühl der Depression. Alles geht schwerer als vorher. Häufig beginnt die Depression morgens mit dem Unvermögen, aufstehen zu können." (Markus Treichler, S.41) "Es ist eine regelrechte Verirrung in unserer heutigen Zeit, [...] daß man körperlichen Schmerz problemlos annehmen kann und anderen entsprechende Hilfeleistungen gibt, seelischen Schmerz aber nicht verstehen will und vielleicht noch denkt, der seelisch Kranke bräuchte sich doch nur zusammenzureißen. Das ist ein richtiges Mißverständnis." (M. Treichler, S.87 f.) "Eine in ihrer Schwere erlebte Depression [hat] auch häufig einen aufrüttelnden Charakter, insofern fast immer in Verbindung der Depression die Sinnfrage erlebt und durchgemacht wird. [...] Das hat unmittelbar etwas mit einer Hüterbegegnung zu tun." (M. Treichler, S.93 f.)

Eine eindrückliche Zusammenstellung und Auseinandersetzung zum vielschichtigen Phänomen der Depression.

 

Rezension in: Mitteilungen aus dem anthroposophischen Leben in der Schweiz, 12/1995
Dieses Heft, das durch das Bild "Melancholie" von Edvard Munch auf dem Umschlag thematisch eingeleitet wird, richtet sich ganz auf das Prozessuale einer Depression. Zahlreiche konkrete Krankengeschichten führen uns mitten in die Problematik und Dramatik der Krankheit. Dr. med. Markus Treichler fügt ein Gespräch bei, das die außerordentlich weitreichende Domäne der Depression zu ordnen versucht; dann folgen zwei Gespräche mit Patientinnen. Der Arzt Klaus Dörner plädiert dafür, daß die Psychiatrie die Aufgabe hätte, sich in möglichst großem Umfang überflüssig zu machen.

Abschließend zeigt Dr. med. Olaf Koob in einem Interview mit Klaus-Dieter Neumann, wie die Krankheit überhaupt mit der Evolution des Menschen aus der göttlichen Abhängigkeit zu einem freien Wesen zusammenhängt – das ist der kosmologische Aspekt –, während der individuelle Aspekt darin besteht, daß Krankheit als "übersteigerte, dislozierte, also am falschen Ort auftretende Gesundheit" verstanden werden muß. Eines lehrt Koob auf jeden Fall: Depressionen müssen ernst genommen werden. Sie sind Krisen, Durchgänge durch Tiefen, durch dunkle Nächte; sie bilden Schwellen, die durchlaufen werden müssen auf dem Wege zu neuen Wesens- und Lebensstufen. Viele Abbildungen begleiten und konkretisieren den flüssig geschriebenen Text.

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