Flensburger Hefte

Ausländerhaß, Nationalismus, Rassismus

ISBN: 978-3-926841-52-0
Einband: kartoniert
Informationen: 188 Seiten
Inhaltsverzeichnis: Download als PDF
Preis: 14,00 €

Kurzbeschreibung

Mit Beiträgen von: Faruk Arslan, Daniel Cohn-Bendit, Thomas Höfer , Torsten Maaß, Judith Pehrs, Wolfgang Richter, Mathias Riepe, Arfst Wagner, Wolfgang Weirauch, Tilman Zülch; 18 sw. und 14 farb. Abb.

 

 

In immer mehr Ländern erleben wir den aufkeimenden Nationalismus, den Kampf der Ethnien, den Streit der Religionen gegeneinander bzw. den Terror verschiedener religiöser Fundamentalismen gegen die angeblich gottentleerte materialistisch-weltliche Gesellschaft. Immer deutlicher wird, daß sich Epidemien des Wahnsinns unter den Menschen verbreiten.

Ähnliche Phänomene gibt es auch im Kleinen: Seit einigen Jahren finden wir uns in einem Umfeld von größter Intoleranz, Rassenhaß, Diskriminierung und Vernichtung des Schwächeren wieder. Der Frust Benachteiligter entlud sich innerhalb der letzten Jahre in Deutschland auf alle diejenigen, die noch schwächer gestellt waren oder irgendeiner Minderheit angehören. Fast schien es schon zum Alltag zu gehören, daß man Brandbomben in Asylbewerberheime schmiß, Ausländer verprügelte, Jagd auf Obdachlose und Schwule machte oder körperlich Behinderte mit ihren Rollstühlen Treppen hinabstürzte.

Anlaß dieses Buches ist der Mordanschlag in Mölln, und wir befragten den Vater Faruk Arslan über den Tod seiner Familie. Weitere Themen: die Pogrome in Rostock, der Völkermord in Jugoslawien, Fremdenfeindlichkeit im Einwanderungsland Deutschland, die Bedrohung der Menschenrechte weltweit sowie der Nationalokkultismus der Nazis.

 

 

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Rezension in: GEW Zeitschrift für Erziehung und Wissenschaft in Schleswig-Holstein, Nr. 6/1993

Heft 40 der Reihe Flensburger Hefte hat sich aus Anlaß des Mordanschlages von Mölln in einer Reihe von Interviews und Beiträgen der Thematik „Ausländerhaß“ angenommen. So kommen Faruk Arslan, Vater der in den Flammen umgekommenen Yeliz und Sohn der ebenfalls verbrannten Mutter Bahide, Torsten Maaß, ehemaliger Vorsitzender der REP’s im Kreis Herzogtum Lauenburg, der ebenfalls Opfer eines Brandanschlags wurde. Dr. Wolfgang Richter, Ausländerbeauftragter in Rostock und Daniel Cohn-Bendit, Dezernent für Multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt/Main zu Worte. Ergänzend berichten Mathias Riepe über Erlebnisse im ehemaligen Jugoslawien und Tilman Zülch über das Asylrecht in der Bundesrepublik Deutschland. Das reich bebilderte Heft gibt eine gründliche Einführung in die Gesamtproblematik, die in einem folgenden Heft noch erweitert werden soll.

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